Freitag, 13. Oktober 2017

Frauen - wie Du und ich

Lebensgeschichten, die mir diese Woche unter die Haut gehen...

Eine 1,85m große dürre Frau steht vor mir und erzählt von ihrem Leben. Durch welche schrecklichen Umstände sie ihr Haus verloren hat, wie ihre erste Tochter geboren wurde, seit wann ihr Mann krank ist und nicht mehr arbeiten kann, inwiefern ein Nachbar die Familie unter Druck setzt und bedroht, ... und währenddessen legt sie ihren jüngsten Sohn an ihre schlaffe Brust, der nicht wirklich etwas daraus ziehen kann und gleich wieder anfängt zu weinen. Wir stehen vor ihrer Blechhütte und sie berichtet stolz, dass sie ein "Fundament" gelegt hätten. Ich versuche zu begreifen, dass diese 3 Steine die als Umrahndung genutzt wurden und der geebnete Staubboden dieses "Fundament" darstellen. Man wagt sich nicht zu fragen, wann sie das letzte Mal etwas gegessen haben. Und doch wirkt sie mutig, mit ihrem aufrechten Gang mit den Kindern an der Hand.

Eine kleinere gebückte Frau sitzt bei mir im Büro. Ihr rechtes Auge ist offensichtlich blind - nein, sie sei so nicht geboren. Ich vermute sie war in ihrer Jugend eine Schönheit. 36 Jahre sei sie nun. Sie hat AIDS, ihr Körper ist übersäht von Entzündungen und sie wirkt schwach. Sie erzählt von ihren 5 Kindern, alle haben einen anderen Vater. Der Erste hat sich nicht gekümmert, und so versuchte sie neue männliche Versorgung für sich und ihr Kind zu sichern - und wurde wieder schwanger. 5 Mal lief das so, sie guckt mich an: "w konnen", was soviel bedeutet wie, "Du weißt schon". Die Schule konnte sie nicht beenden, für eine Ausbildung gab es nie Geld. Der Vater ist früh gestorben, ihre Mutter wurde als Fußgängerin von einem Motorrad erfasst und derart am Kopf verletzt, dass sie seitdem nur noch stumm und teilnahmslos auf einem Stuhl sitze. Sie habe aber auch Hilfe erlebt: Für ihren mittleren Sohn habe ein Onkel bisher die Schule bezahlt und darauf geachtet dass er eine gute Schule besuche. In die 8.Klasse gehe er nun. Aber im September hatte dieser Onkel einen Schlaganfall und sie kann diese hohen Schulgebühren nicht zahlen. Als die Jahresmiete fällig wurde, musste sie aus dem einen Zimmer raus. So zog sie wieder bei ihrer Mutter ein- zu ihren beiden Schwestern mit Familie. Eine der Schwestern behandele sie wie eine Bazille und beschimpft sie böse. Sie habe wohl Angst sich anzustecken. Während sie erzählt bemerke ich die verkrüppelte linke Hand. Sie hebt den Arm: Das war eine Verbrennung. Die Fingerkuppen sind nicht mehr vorhanden, 3 Finger sind verklebt, doch ein Loch in der Mitte macht es ihr unmöglich per Hand zu waschen, da sich das Wasser darin sammelt und die umliegende Haut entzündet. Ich frage nach dem Vater des jüngsten Sohnes. Er sei bei einem Unfall gestorben. Erst nach mehrerem Nachfragen blickt sie zu Boden und sagt, er habe als Lastenträger auf einem LKW gearbeitet. Diese sitzen beim Transport oben auf der Ladung auf dem Wagen. Ein Stromkabel habe ihn getroffen und er sei brennend den Felshang hinuntergestürzt. Die Leiche konnte nicht geborgen werden. Zwei Wochen später gebar sie ihren jüngsten Sohn.

... "Du weißt schon" mit einem Schulternzucken und einem Blick unter Frauen geht mir unter die Haut.
Was bitte weiß ich schon von solch einer Not?
Wer bin ich, dass ich verschont bleibe von solchen Schicksalsschlägen? Über was beklage ich mich?
Was habe ich dafür getan mitten in Europa geboren worden zu sein, mit voller Mutterbrust gestillt zu haben, einen liebenden Versorger an meiner Seite zu wissen und in eine hoffnungsvolle Lebensperspektive zu blicken?

Ein Habitat-Haus oder eine Patenschaft - es bleibt ein Tropfen. 
Diesen beiden Frauen können wir diesen Tropfen anbieten.
Auf dem Weg über den Markt schweift mein Blick über all diese Frauen. Mit oder ohne Hut, missmutig oder fröhlich. Was wäre, wenn mir jede Einzelne ihr Leben erzählen würde?

Ein Foto würde der Geschichte ein Gesicht geben. Eines ist zu wenig! Lasst uns diese Gesichter finden - auf dem Markt, im Bus, am Straßenrand,... es sind so viele.

Von Frau zu Frau.
 


1 Kommentar:

  1. Mit der Hilfe eines Mannes namens Dr. Ogbes konnte ich schwanger werden. Ich bin 56 Jahre alt, es war wirklich schwierig für mich schwanger zu sein, obwohl mein Mann mich liebt, aber es tat mir wirklich weh, kein eigenes Kind zu haben, aber nach vielen Jahren stieß ich auf Dr.Ogbes, dessen Mailadresse Landofanswer ist @ hotmail.com oder du kannst ihn direkt unter seiner Handynummer +2347050270227 kontaktieren Er sagte mir, dass er mir ein Kraut zum Trinken schicken würde und eine Woche nach dem Trinken der Kräuter bin ich jetzt im siebten Monat schwanger und würde auch gerne weiterempfehlen Fragen an wen sucht Hilfe, um schwanger zu werden, um diesen Mann über seine E-Mail-Adresse Landofanswer@hotmail.com zu kontaktieren oder ihn unter seiner Handynummer +2347050270227 anzurufen.

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