Montag, 20. Februar 2017

Kontainer geht auf Reise..

2014 wurde das Projekt angestoßen - nun wird der Kontainer gepackt. Mit dem LKW von Otterbach nach Ludwigshafen, dort verschifft nach Rotterdamm und dann auf hohe See nach Haiti Cap Haitien. Wir hoffen, im Mai alles in Gonaives wohlbehalten auspacken zu dürfen:

- die Photovoltaikanlage fürs Kinderdorf
- ein Baugerüst für Habitat-HT
- einen Tischkicker für unsere Jugendlichen

Baugerüst

Puzzlearbeit: ein Hoch auf alle Helfer!!!




Anbei der Januar-Rundbrief zur Photovoltaikanlage:



Samstag, 11. Februar 2017

Entwicklungspolitische Bildung

Nach ihrem Besuch im Kinderdorf, gründete die Lehrerin Frau Sabine Zapp 2014 an der Goetheschule in Otterbach die AG "Kinder helfen Kindern". Seit dem stehen die Grundschüler in regem Austausch mit unseren Kinderdorfkids: Brieffreundschaften, Fotos und Videos aus den beiden Ländern, kleine kulturelle Geschenkchen,... 
 
Lustige Dialoge entstehen, wie: 
"Ich habe einen Hamster. Welche Haustiere hast Du?" 
"Wir haben keine Hamster, wir haben Kakalaken." 
 
Globales Denken von Kindheit an. Welch ein Segen. 
 
Diesmal wird ein Leintuch mit bunten Handabdrücken die Reise antreten. Keinem Abdruck sieht man an, welcher Nationalität die Hand angehört. Antirassistische Kunst. 
 
Danke für Eure Freundschaft! 
 
 





 

Mittwoch, 8. Februar 2017

Schlüsselübergabe an Familie Jean-Louis

Überglücklich zieht Frau Jean-Louis mit ihren Kindern in das neue Haus ein. Die Latrine ist ebenfalls ein besonderes Geschenk - sagen sie. "Nun brauchen wir keine Angst mehr vor dem Regen haben; die Regenzeit kann nun beginnen."

Es ist immer wieder ein besonderer Moment mitzuerleben, wie Familien mit ihren wenigen  Habseligkeiten in ihr solides neues Zu Hause einziehen. Bett-, Tischgestell und Regalschränkchen warten nun draußen auf frischen Anstrich. Die Löcher in der Matratze sollen neu vernäht werden. Ein Vorhang hat die Mutter bereits gekauft als Sichtschutz für die Dusche. So werden sie sich nach ihren Möglichkeiten gemütlich einrichten.

Auf Farbanstrich haben wir dieses Mal verzichtet, um das Haus nicht allzu sehr von den Nachbarn abzuheben und Unmut zu vermeiden. Es gibt stets so viele andere bedürftige Familien, die ebenso auf Hilfe hoffen - da ist die Wahl nicht immer allen verständlich.
Wir haben als Habitat-HT gelernt, nicht auf all diejenigen zu blicken, denen wir (noch) nicht helfen können, sondern uns mit jedem Einzelnen zu freuen, dem wir helfen durften! 

Die vorherigen Wellbleche gab die Familie an Nachbarn über den Berg weiter und segnete damit wieder andere Familien. Wie schön.













Sonntag, 22. Januar 2017

Bodenplatte für Jean-Louis

Für Familie Jean-Louis ging es fleißig weiter: Diese Woche wurden die Eisenverstrebungen geknüpft, verlegt und in Beton gegossen. Die Bodenplatte ist fertig. Im diesem Bauabschnitt wird in Haiti oft geschludert - es ist später nicht sichtbar wieviel Eisen in welcher Form vorhanden ist. Es wird an der Mauerbreite des Fundaments gespart, an dem Füllmaterial, Zement etc.

Ein guter Freund fragte uns letztens, ob unsere Häuser denn schon die "Feuerprobe" bestanden hätten. Auf Haiti gibt es immer wieder leichte Erdbeben. Auch in den letzten 5 Jahren. Sie waren nicht vergleichbar mit dem Jahrhundertbeben vom 12.Januar 2010, verursachten aber dennoch in manchen Bauten Risse o.ä. Wir haben guten Kontakt zu allen Familien, für die wir gebaut haben und können voller Freude sagen, dass die Feuerprobe wohl bestanden ist. Keines der Häuser weist Beschädigungen auf. Jedes Jahr gehen mehrere Zyklone über Haiti hernieder. Mal mit mehr Sturm, mal mit mehr Regenfluten. Auch diese Feuerprobe haben alle Häuser bisher überstanden. Auch die Familien im Süden Grand Goaves und Petit Goaves blieben bei dem Zyklon Mathew im Oktober 2016 vor Schaden verschont.
Mein FachMANN betont hier abermals, dass die technische Definition von "erdbebensicher" nicht bedeutet, dass das Haus auf keinen Fall einstürzt oder Risse aufweist, sondern, dass die Menschen darinnen überleben und nicht erschlagen werden.

Lasst uns ein solides Fundament bauen 
- sei es von außen für einen Layen sichtbar oder nicht
- sei es im reellen Hausbau oder in unserem Lebenshaus
Mögen wir uns die nötige Zeit nehmen, die Mühe und Finanzen investieren um einen stabilen Grund zu errichten, auf dem wir unsere Feuerproben bestehen werden. 



Donnerstag, 19. Januar 2017

Kipper als Baustellenfahrzeug

In Haiti gewöhnt man sich an schwere und langwierige Geburten.
Im Dezember 2015 reiste Dieufort nach Miami, um u.a. privat einen Kipper als gebrauchtes Baustellenfahrzeug zu erwerben. Die Verschiffung wollte ein amerikanisch-haitianischer Freund nach Dieuforts Abreise organisieren. Es gingen Dokumente verloren, unser Freund fand nicht die nötige Zeit, der reservierte Platz auf einem Kontainerschiff wurde dann doch kurzfristig nicht mehr vergeben, ... Ein ganzes Jahr später kam der Kipper im Hafen von Cap Haitien im Dezember 2016 in Haiti an. Die Verzollung ist eine Wissenschaft für sich und verlangte Dieufort so manche Reise Gonaives-Cap Haitien ab. Diese Woche fuhr er nun diese Woche bei uns im Hof ein. Ein Freudenmoment!

Wieder ein Schritt weiter.
Auch wenn jeder einzelne Schritt mühsam bleiben mag, wir bewegen uns weiter in die uns richtig erscheinende Richtung. <<Stecke Deine Ziele hoch, und Deine Zeltplföcke weit, gehe jedoch jeden Tag den nötigen kleinen Schritt voran. Falls es Schritte im Rückwärtsgang sind, nutze sie um Anlauf zu nehmen, um das vor dir liegende Hindernis zu überspringen.>>
Nun haben Mechaniker einige Tage gut was zu tun, schließlich stand der gute Kipper lange. Die Plakette (Kennzeichen) muss auch beantragt werden (welch ein deutscher Satz, bei dem jeder denkt, gut, das ist in maximal 2 Stunden erledigt. Weit getäuscht - nicht in Haiti: im ganzen Land gibt es keine Maschine, die Autokennzeichen herstellt, so muss alles im Ausland bestellt und hergeliefert werden - es scheint unglaublich, ist aber wahr.
Möge der Kipper dann zuverlässig fahren und sein Geld wieder reinbringen.
Er soll zukünftig ermöglichen Sand, Kies und Zement kostengünstig für die Blockherstellung zu transportieren, sowie Blocksteine auszuliefern. Auch für den Baumarkt soll er schwere Materialien wie Stahl, Bleche, Holz und Zement transportieren. Unser Chauffeur freut sich natürlich riesig auf seinen Job in dem schicken roten Truck.


Sonntag, 15. Januar 2017

Das Fundament für Familie Jean-Louis ist gemauert

Dank mehrerer Spender für Familie Jean-Louis, konnten wir nun die Bauarbeiten für das Spendenhaus beginnen.
Die Hütte wurde abgebaut, so suchte die Familie für die Übergangszeit Unterschlupf bei Verwandten.
Am Berghang musste das Terrain zunächst begradigt werden; ein Knochenjob mit Pickel und Schaufel, der mehreren Männern ihren Tagelohn sichert.


Anschließend wurden die Fundamente markiert und ausgehoben,



 sowie schlussendlich gemauert.