Sonntag, 14. Mai 2017

Wir feiern einen ganz besonderen jungen Mann

 
 
  

Unser Ältester feiert heute seinen 17.Geburtstag. Vor 4 Jahren traf Dieuné die Entscheidung Teil unserer Familie zu werden und dies wird er ein Leben lang bleiben. Ganz gleich, ob Behörden die Adoption verzögern oder verhindern. Für uns ist und bleibt er unser Ältester und geliebter Sohn.
Der größte Geburtstagswunsch liegt nicht in unserer Macht: die Ausstellung seines Passes, damit er Visa beantragen und mit uns im Juli Deutschland besuchen kann.
Durch die eineinhalb Jahre Übergangsregierung wurden keinerlei Pässe in Haiti ausgestellt - unvorstellbar für deutsche Ohren, aber hier eine Realität. Nun ist der neue Präsident seit 3 Monaten im Amt und es werden wieder Pässe vergeben. Doch die Warteliste ist lang. Trot Bemühen um entsprechende Kontakte, Nachhaken, erneutes Beantragen etc. halten wir den Pass noch nicht in unseren Händen - und die Zeit drängt, dass wir buchen.
Es ist ein emotional sehr angespanntes Thema rund um die Adoption. Mir graut jedesmal vor der Frage: "Und, ist die Adoption nun durch?" Es scheint unerklärlich welches Prozedere wir seit Jahren durchlaufen und wieso noch immer kein Ergebnis in Sicht scheint. Das ist Haiti.
Dieuné beeindruckt mich mit seiner Lebensfreude, Beziehungsstärke und Disziplin. Er lässt sich nicht unterkriegen und ergreift das Positive, was ihm das Leben entgegenreicht. 
Gott hat Dieunés Leben in seiner Hand und er wird Geschichte mit ihm schreiben.
Sei gesegnet mein Großer!

Montag, 8. Mai 2017

Photovoltaikinstallation im Kinderdorf







 


Drei Technikerhelden! Seit Jahren planen und tüfteln sie. Bestellt, vorbereitet, gelagert, verschifft haben sie von Deutschland aus.  Nun sind sie hergeflogen, um in 2 Wochen die Installation zu fertigen. Die schaffen was weg! Das ist ein Booster für unseren haitianischen Techniker Wilby und Franz. Ein tolles Team. Menschen, die anpacken sind ein SEGEN!

Die Batterien sind im gedämmten und klimatisierten Zimmerchen, damit ihre Lebensdauer um ca. 3 Jahre verlängert wird.
Würde sich meine auch verlängern, wenn ich neben den Batterien bei angenehmen 20°C nächtigen würde anstatt in meinem Schlafzimmer bei 38°C???   :-)))

Donnerstag, 4. Mai 2017

Ankunft des Containers

nach vielen Tagen intensivem Einsatz von Dieufort bei der Verzollung in Cap Haitien kam nun der Container im Kinderdorf an. Viiiele strahlende Gesichter, juhuuuu!
 

Stromkabel müssen angehoben werden, damit der Truck sie nicht abreißt


 
Walner Michaud - Kinderdorfdirektor 




Dienstag, 25. April 2017

Jugendzentrum mit Sportplatz in Pont Sondé

Die Schweizer Organisation "Lemuel Swiss" beauftragte HHT-engineering mit dem Bau eines Jugendzentrums in Pont Sondé. Dies ist eine Stadt vor St.Marc, knapp eine Stunde von Gonaives entfernt. Das Gelände soll ummauert, ein Haus mit sanitären Anlagen gebaut und ein betonierter Sportplatz errichtet werden.
Wir stellen so viel wie möglich lokale Arbeiter an, um die Bevölkerung in Pont Sondé zu stärken. Doch es ist etwas seltsam festzustellen, welche Arbeitsmoral der ein oder andere an den Tag legt. Da spreche ich ein großes Lob über unseren Mitarbeitern aus, die um 5:00 morgens den LKW laden, losfahren und spät Abends gegen 19:00 nach Gonaives zurückkehren. Ohne Murren; das ist bei uns eingespielte Selbstverstänldichkeit im Team. Sie sind froh, wenn wir Bauaufträge haben. Rumsitzen mag niemand.
 
Es ist ein Problem im Land, dass Viele schnellstmöglich über kurzfristige Projekte den größtmöglichen Gewinn mit geringstmöglichem Aufwand erzielen wollen. Das fördert die Korruption.
Langfristig sichere Arbeitsplätze mit einem durchschnittlichen, aber stetigen Gehalt dagegen beruhigt die Arbeitssituationen. Freue mich an unseren Pappenheimern. Manchmal muss man erst wieder über den Tellerrand hinausgucken, um wertzuschätzen, was man in seiner kleinen Suppenschüssel Wertvolles findet. Wir haben ein tolles Team!






Dienstag, 18. April 2017

Hausbau für Familie Dorelus

Die ersten Arbeiten geben gleich ein schönes sichtbares Stück: Stahlnetz knüpfen, die Schalung zimmern, Betondecke gießen. 1.500 Zementsteine wurden in 2 Tagen verbaut: in der prallen Sonne glotzen unsere Jungs echt hin. Bei den 4 Maurern sitzt jeder Griff, die Lehrlinge werden gescheucht. Es wird gewitzelt, gespaßt und man muss manchen schwarzen Humor wegstecken können auf Baustellen - weltweit. Doch eines wird nicht toleriert: Faulheit.
Alle packen mit an, sogar die Kinder der Familie Dorelus schippen Sand und Zement und bringen den Mitarbeitern Wasser. Die Frauen der Familie kochen Mittagessen. Wer hart arbeitet, braucht stärkende Nahrung. Während den Osterferien machen 2 der älteren Jungs (Adler und Norvens) aus dem Kinderdorf der Lebensmission Praktikum bei Habitat-HT. Es ist wichtig, dass sie früh an die Realität außerhalb gewöhnt werden. In Haiti ist es schwer für junge Leute Nebenjobs oder Praktikumsplätze zu finden. Es gibt schließlich schon für Ausgelernte zu wenig Arbeitsplätze. Wie gut, dass wir jungen Menschen hier anbieten können so manche Erfahrung zu sammeln und sich auszuprobieren. Beide stehen vor der schwierigen Wahl einer  Berufsausbildung und eine Entscheidung ohne praktische Einblicke ist verständlicherweise schwer zu treffen. 


 
 

die Kinder "helfen" fleißig mit
 
 
 
 


Sonntag, 16. April 2017

FROHE OSTERN!

Für wen würdest Du Dein Leben lassen? 
 
- Jesus ist für mich persönlich gestorben, qualvoll, ohne Gegenwehr... damit ich nicht im Grab bleibe, sondern die Ewigkeit in Gottes Armen verbringen kann. Mit Vorgeschmack schon im Hier und Jetzt. 

Fühle mich sowas von geliebt! 
 
 

Montag, 10. April 2017

Wie tief kann ein Mensch graben?

Die Frontmauer für die Zementsteinherstellung ist fertig, das Tor kann eingesetzt werden. Nun graben die Jungs die Fundamente für die Gebäude: Verkaufsraum und Büro, sowie Zement- und Materiallager.

Ein Brunnen muss gebohrt werden. Die erfahrene Firma aus Gonaives sagte uns ab, da sie keine entsprechend langen Bohrer zur Verfügung haben. Unser Grundstück ist am Berg gelegen und es muss schätzungsweise 25m tief gegraben werden, bis man auf Grundwasser stößt. Was tun? Der Brunnen wird also per Hand gegraben. Auf 5 m Tiefe haben wir es bisher geschafft. Ein Fünftel, ... Staunend stehe ich davor. Was "handmade" alles machbar ist, unfassbar. 25m tief graben. Hut ab! Was der Bohrer nicht leisten kann, wird kurzerhand per Mannskraft geschaffen. Das ist Haiti. Um nichts in der Welt wollte ich in diese Grube steigen müssen - unsre Mannschaft lacht mich herzhaft aus bei diesem Kommentar.




Säcke werden gleich verbrannt. Müllabfuhr gibt es nicht.




5m tief ist er heute - 25 m sollen es werden... wann stoßen wir auf Grundwasser?